#25 Zwischen Nordseewind und Melkstand – Wie die europäische Milchwirtschaft von der Küste bis in die Alpen funktioniert

Shownotes

Wie sieht die europäische Milchwirtschaft eigentlich hinter den Kulissen aus – fernab von idyllischen Bullerbü-Klischees? In dieser Spezialausgabe von Let’s talk Milch im Rahmen des EU-Programms „Enjoy, it’s from Europe“ werfen wir einen ehrlichen Blick auf die Praxis auf den Höfen und in den Molkereien.

Zu Gast am nordfriesischen Küchentisch von Landfluencerin Julia Nissen ist Christoph Bossmann, Geschäftsführer einer norddeutschen Genossenschaftsmolkerei. Er verbindet Meierei-Tradition mit moderner Markenführung, setzt auf emissionsarme Produktion und erzählt, wie Genossenschaften das wirtschaftliche Rückgrat von Familienbetrieben bilden.

In dieser Folge erfahrt ihr:
Wie die Zusammenarbeit im deutsch-dänischen Grenzgebiet und dem EU-Binnenmarkt funktioniert.
Warum Milch aus dem Norden tatsächlich ein wenig nach Nordsee schmeckt.
Was Weidehaltung im Alltag der Landwirt:innen an der Küste wirklich bedeutet.
Warum Kühe und Dauergrünland ein perfektes Match abgeben und Wiederkäuer wichtig für unser Ökosystem sind.

Hört rein bei Let’s Talk Milch und erfahrt, wie moderne Milchwirtschaft von der Küste bis in die Alpen gelebt wird.

Transkript anzeigen

00:00:01: Ob in Bayern, Niedersachsen, Dnemarq oder Frankreich.

00:00:04: Familiengeführte Betriebe bilden das Rückgrat der gesamten europäischen Milchwirtschaft.

00:00:09: Wenn man regional kauft, dann stürzt man auch die Region.

00:00:14: Das ist genauso.

00:00:14: wenn man alle Kleidungen im Internet bestellt hat muss man sich über mal nicht wundern dass in den Städten keine Geschäfte mehr sind und bei der Milche es genau so.

00:00:26: Herzlich willkommen zu einer Spezialfolge von Let's Talk Milk, dem Podcast der Initiative Milch

00:00:32: präsentiert

00:00:32: im Rahmen des EU-Programms Enjoy It's From Europe.

00:00:36: Heute nehmen wir direkt bei mir am Küchentisch in Nordfriesland Platz.

00:00:39: mein Name ist Jürgen Nissen.

00:00:41: ich bin Landpflanzerin hier im hohen Norden und wir sprechen über das was unser Leben im Norden oder ganz Europa prägt unsere Landwirtschaft und wie unsere Lebensmittel eigentlich entstehen.

00:00:52: Denn die Zahlen sprechen für sich.

00:00:54: Sechsundneinzig Prozent der Europäerinnen und Europäern genießen regelmäßig Milchprodukte, aber nur sechzehn Prozent wissen überhaupt was sich auf den Höfen und in den Molkereien bei Umweltstandards und Effizienz tut.

00:01:06: Grund genug für einen Blick hinter die Kulissen.

00:01:09: Ehrlich fundiert ohne Bullabüklischees!

00:01:12: Und mit einem Blick über die Grenze nach Dänemark und in andere europäische Milchregionen.

00:01:17: Bei mir am Küchentisch sitzt heute Christoph Bossmann, Geschäftsführer einer norddeutschen Genossenschaftsmolkerei.

00:01:23: Er nimmt uns heute mit auf die Reise der Rohmilch von der Erfassung über die Verarbeitung bis ins Regal in Deutschland und bei unseren europäischen Nachbarn.

00:01:37: Lass uns mal ganz entspannt starten.

00:01:39: Wenn du morgens so den rauen Wind hier an der Küste wichst, erdet dich das manchmal als Nordlicht oder rattern im Kopf schon die täglichen Logistikketten und Vertriebskänze ein?

00:01:50: Ja, dem Morgen fängt es schon immer gut an.

00:01:52: wenn man die Frische noch ziemlich einatmet dann geht wird der Weg zum Auto schon mal bisschen länger.

00:01:57: Dann geht man nochmal durch den Garten atmen einmal tief durch Und wenn dann der Motor des Wagens anspringt, dann springt der Kopf auch an und dann zerleitet man den Tag vor im Kopf.

00:02:06: Wir

00:02:07: Nordfriesen sind ja sehr stolz auf unsere saftigen Marschwiesen und unsere Gäste hier auch.

00:02:13: das Meeresland speichert Feuchtigkeit perfekt und bietet uns einen echten Standortvorteil.

00:02:20: Doch wie ordnest du unsere Küsten- und Grünlandregion in das vielfältige europäische Landschaftsbild ein?

00:02:26: Er war jetzt im Vergleich zu den Weiden in Irland oder der Normandie, oder den Alm in Süddeutschland.

00:02:31: Wir

00:02:32: haben hier wirklich, wie du schon sagst, einen riesen Standortvorteil direkt am Wasser.

00:02:37: Es regnet hier sehr viel.

00:02:38: Ganz Europa ist ja weide Land, gerade Nordeuropa.

00:02:41: da haben wir die klimatischen Bedingungen Und da kann man erweiden.

00:02:45: Dort wachsen lassen, wo sonst kein Agapau oder sonst irgendwas funktionieren würde.

00:02:50: und wenn die Kühe dann das krass von solchen Böden, wo es uns nichts anderes wegsfressen, dann nehmen sie auch besondere Nährstoffe auf, die wirklich gut sind hier an der Nordsee.

00:03:04: Man schmeckt es auch an der Milch, wenn in den Alpenvollländern oder im sonstigen Regionen dort pflagzen ja andere Kräuter mit in der Weide.

00:03:13: Die Milche oben im Norden, die schmeckt meiner Meinung nach ein bisschen nach Nordsee.

00:03:18: Also auf der Weide ist immer lebendhaft.

00:03:19: Das ist kein steriler Boden sondern weidelebt und das ist das was... Toll, das hier an der Küste.

00:03:25: Eine lange Weide-Saison klingt ja für viele Verbraucherinnen und Verbrauchern in der EU total romantisch.

00:03:32: aber das bedeutet nicht nur Matsch und Nässe sondern auch sehr viel Management.

00:03:38: Wie sieht denn die Realität aus wenn das Wetter manchmal wochenlang nicht mitspielt?

00:03:44: Wir haben es ja jetzt gerade gehabt mit Dürre, zum Beispiel in anderen Teilen Deutschlands und Europa.

00:03:50: Wir haben bei uns in der Molgerei-Programme, wo die Tiere das ganze Jahr an dreihundertfünfundsechzig Tagen Auslauf haben müssen.

00:03:57: Und die Bauern erzählen wir manchmal... Ja, wir wissen auch nicht was die Kühler drauf machen aber wenn sie von Melken kommen dann rennen sie erst mal wieder nach draußen in den Regen und meinen Hand sogar schmäh aus sich und gucken sie in die Sterne.

00:04:09: und da fragt sich der Bauer schon wann machen die Kühlende eigentlich?

00:04:12: Und wenn es dann mal regnet, dann rotten die sich zusammen und das tut sie nicht.

00:04:16: Die gefühlen sich wohl.

00:04:18: für die Landwirte ist natürlich ein bisschen blöd, wenn da zu viel Regen ist.

00:04:22: Dann verschieben sich die Abläufe und auch ist es immer nicht so lustig, bei Regen die Tiere reinzuholen.

00:04:28: aber ja nun, dasses Landwirtschaft, die lebt mit dem Wetter, auch wenn's nicht immer einfach ist.

00:04:34: Ja absolut also wenn man Mensch ist der Viel Gutes Wetter braucht, dann ist das schon wirklich eine harte Probe als Landwettin oder als Landwert bei Wind und Wetter rauszugehen.

00:04:46: Und gerade hier oben in der Region haben wir ja mehr sieben Grad im Wind von der Seite als alles andere.

00:04:53: von daher... Vielen Dank da für deine Rückmeldung.

00:04:56: Weidemilch liest man inzwischen ja auf vielen Packungen im Supermarkt, aber was steckt eigentlich so ganz genau dahinter?

00:05:04: Ist die norddeutsche Weidemilch im europäischen Vergleich nur ein schönes Marketing-Label oder ist es die Form von regionaler effizienter Landwirtschaft, die wirklich auch Zukunft hat?

00:05:15: Was denkst du darüber?

00:05:16: Die Weide müssen wir unterstützen und die beide Bauern haben wir aber... durchaus wirtschaftliche Nachteile.

00:05:23: Wenn die Tiere länger im Stall sind, ist es einfacher, die Herde zu beobachten oder auch das Management und die Weidebauern haben einen höheren Aufwand und es definiert über Lebel wie pro Weideland, die dann sagen, die Kühe müssen mindestens an hundertzwanzig Tagen sechs Stunden auf der Weide sein.

00:05:43: nur dann dürfen wir es auch weidemilch nennen.

00:05:46: Und ja, Dach ist ein bisschen mehr Arbeit und ich finde es gut wenn Verbraucher die Weide um mich auch kaufen.

00:05:54: Weil damit unterstützt man die Region und auf die Weiterhaltung.

00:05:58: Warum eigentlich diese Hundertzwanzig Tage weiter?

00:06:02: In der Regel sind's ja weit mehr als hundertzwundzig Tage.

00:06:05: das können auch mal hundertfünfzehn und hundertachtzig Tage sein.

00:06:08: Wenn das Wetter gut ist dann vielleicht auch manchmal noch länger aber die Hundert zwanzig so in mindestens einen.

00:06:15: Die Definition gilt an jedem Tag, wo weite Austrieb möglich ist.

00:06:20: Dann soll es gemacht werden.

00:06:21: aber wenn das Wetter dann mal quer geht, da muss es auch nicht sein.

00:06:26: Das wäre auch nicht richtig.

00:06:27: Da tritt man die Weiden nur mit kaputt.

00:06:29: Die hundertzwanzig Tage in der Regel das Mindeste.

00:06:31: Das kriegt auch jeder Power hin Aber einige machen es auch bis darauf zu zwei Hunderttage und das ist also der Mindeststand hat die hundert zwanzig tage.

00:06:41: Man kennt es ja auch selber vom eigenen Rasen zu Hause.

00:06:44: Im Winter wächst ja einfach nichts, ne?

00:06:46: Aber das Gute an der Weide ist auch, dass Gras wächst auf Flächen wo sonst nichts anderes wächst.

00:06:52: Wenn manchmal das Öl und Unland da kann man keinen Ackerbau betreiben.

00:06:55: Und wenn die das Gras dort auf diesen Unweigen oder auf diesen Flächen, die sonst für nichts geeignet wären... ...wenn das zerdrauf bleiben würde dann würde das ja nur verrotten im Winter.

00:07:05: Oder wenn die Kuh dieses Gras aber vorher auffrisst und daraus eine Lebensmittel macht.

00:07:11: Und wenn das Krass dann im nächsten Jahr wieder aufwächst, dann nimmt das Krasse auch das CO² wieder auf.

00:07:17: Und letztendlich ist es ja nur ein Kreislauf.

00:07:19: die Kuh frisst das krass.

00:07:21: Das Kuh verdaut das krasses.

00:07:24: Im nächsten Jahr wächst das krassen wieder nach und das krasser nimmt das CO₂ wieder auf und die Kube frisst es dann wieder.

00:07:30: Und ich finde es auch spannend, wenn man sich so ein bisschen mehr mit der Thematik beschäftigt sieht man ja auch am Beispiel von Schleswig-Holstein dass wir haben hier die Marsch.

00:07:39: Wir haben die Gehs das östliche Högelland und die Gees.

00:07:41: da ist da Bodenjahr ein bisschen weniger fruchtbar als jetzt in der Marsch zum Beispiel und wir haben sehr viel Grünland.

00:07:48: und dementsprechend sieht man Ja auch dort dass dort vor allem sicher mich für Betriebe angesiedelt haben.

00:07:54: Ich habe ja vier Kinder und bin viel mit anderen Muddies im Dorf auch im Austausch.

00:08:00: Gerade gestern habe ich mich mit einer Freundin unterhalten, die dann sagte, Mensch, hierher warum können wir jetzt nicht einfach vor Ort Gemüse anbauen?

00:08:09: In Dittmarchen geht das ja auch, also im Nachbarlandkreis.

00:08:12: Warum können wir das jetzt hier explizit in diesem Dorf nicht einfach machen?

00:08:17: Und da musste ich erst mal erklären, dass hängt ja mit dem Boden zusammen und das ist ja alles irgendwie so in der Historie gewachsen.

00:08:23: deswegen sind mich viel Betriebe ja vor allem auf dem Gehsdrücken in der Mitte von Schleswig-Holstein angesiedelt, weil der Boden es hierher gibt.

00:08:33: Während in der Marsch also alles Richtung Nordsee wiederum da ist viel mehr Ackerbau.

00:08:38: Da bietet sich da wieder ein Andrakreislauf an.

00:08:41: Christoph wie siehst du das?

00:08:43: Der Boden ist immer die Grundlage für die Landwirtschaft, um effizient zu produzieren und je nachdem wo man seinen Hof hat.

00:08:52: Wenn man ihn direkt im Marschland hinter der Nordsee hat dann macht es sicherlich Sinn wenn man dort viel Ackerbau betreibt.

00:08:59: Marschlands ist ja von der Nordsee geworden des Landes mehrhaft für die Pflanze.

00:09:05: Da werden sehr gute Ernte eingefahren, während es dann im Geistrücken mit dem Schleswig-Holstein zum Beispiel oder in anderen Regionen in Europa wo nur Sandboden ist und da macht es schon Sinn eine Weide anzubauen auch wenn manchmal das Wasser fehlt.

00:09:20: aber auf einfachen Sandböden wirksen weiden mindestens noch normal bis gut Und dort hat der Landwirt meistens gar keine andere Chance als beide Landschaft zu betreiben.

00:09:34: Unsere Partnerbetriebe hier an der Küste sind ja meistens mittelständische Familienbetrieben, Aber das ist ja kein rein norddeutsches Phänomen, ob im Bayern, Niedersachsen, Dänemark oder Frankreich.

00:09:47: Familiengeführte Betriebe bilden das Rückgrat der gesamten europäischen Milchwirtschaft.

00:09:52: Gleichzeitig ist das genossenschaftliche Modell bei dem die Molkerei den Landwirtinnen selbst gehört eine der stärksten Wirtschaftssäulen in ganz Europa.

00:10:04: Wie hilft diese genossentliche Struktur?

00:10:06: Den Höfen dabei, den enormen Spagat zwischen Immer höheren Umweltauflagen und dem Druck des Handels zu meistern.

00:10:13: Die Genossenschaft ist eine ideale Unternehmensform für die Landwirte, die Landwirt sprechen mit oder sitzen am Tisch und sagen ja wie es in der Morgerei passieren soll was dort investiert werden sollten, welchen Weg die ganze Morgerei geht.

00:10:30: Und die Morgereien reden auch mit dem Handel und hören rein in den Handeln und sagen so, was wollt ihr?

00:10:37: Was für Besonderheiten möchtet ihr?

00:10:39: Das gibt es da!

00:10:40: Da reden wir dann als Morgerecht wieder mit unserem Landwerden.

00:10:44: Das sind die Anforderungen und einige sind relativ leicht umzusetzen, einige nicht zu.

00:10:49: Einige sind sehr aufwendig.

00:10:52: Ja, geht vom Landwirt über die Morgerei zum Handeln, zum Endverbrauch und hin und her.

00:10:57: Und alles im Besitz der Landwirts kann sagen ne das machen wir nicht, das wollen wir nicht.

00:11:04: Manchmal muss die Murgerei den Landwirts überzeugen Und manchmal muss der Handel erst mal die Morgerei überzeugen, aber am Ende sagt der Landwirt das machen wir oder machen wir nicht.

00:11:13: Wir von der Morgerei können vielleicht auch manchmal die Märkte gut erklären wie das Ganze läuft und manchmal ist es ja gar nicht so viel wenn man auf den Höfen nur ein bisschen was verändert und der Endverbraucher ist bereit etwas mehr dafür zu bezahlen.

00:11:27: und wenn das dann auf den Höfen ankommt, dann ist es sehr gut angelegt.

00:11:31: Wir haben da noch unsere verschiedenste Programme aber ich würde sagen, das war ja doch gar nicht so schlimm.

00:11:41: Das sollen wir jetzt frei überhalten weil auch diese ganzen Programme die es gibt oder auch die gerade die Beiderhaltung der Sonder-Tierwohlprogramme sind ja alle so dass wenn's den Tieren gut geht dann gibt das Tier auch mehr Milch und dann ist die Milchproduktion wirtschaftlicher.

00:11:58: und das läuft parallel.

00:11:59: Ihr hört das Tierwohl ihr hört die Milchausbeute Und wenn es den Tieren auf dem Betrieb richtig gut geht, dann ist auch der Bauer glücklich.

00:12:08: Der lebt ja mit seinen Tieren und wenn die Herde gesund ist und ihn anschwahlt, wenn er morgen ins Stall kommt, dann weiß sie hat alles richtig gemacht.

00:12:15: oder sonst manchmal nur ganz kleine Sachen, ob es immer eine Bürste ist, die man mit dem Stall anhängt oder mal in einer anderen Lüftung oder auch mal noch eine kleine Modernisierung bisschen mehr Licht ein bisschen mehr Luft in der Stelle und das danken die Tiere so.

00:12:30: Und das ist eigentlich das Schöne daran, dass man mit diesen Programmen aus dem Handel viel mehr Tierwohl schaffen kann.

00:12:39: Die Tierschutzprogramme, die es auch im Handel gibt, die finde ich klasse.

00:12:43: Das ist wirklich so, wo's drum geht, die sollte man unterstützen und dann ruhig mal auf die Haltungsform achten, die dort angebogen werden – das ist eine tolle Sache!

00:12:52: Und die Betriebe, die landwirtschaftlichen Betriege in Europa sind ja sehr unterschiedlich.

00:12:58: Das ist für uns im Norden, wo so ein Familienbetrieb vielleicht auf dem noch einen Eigenteller oder eine Art Zubi herumläuft.

00:13:05: Die haben ja schon mal als Familienbetrieg hundertfünfzig Kühe.

00:13:09: das ist nicht unüblich und das schafft man mit moderner Welttechnik.

00:13:13: die Grenze zu Dänemark ist ja von meinem Küchen mit Tisch aus nur in Steinwurf entfernt.

00:13:18: wie spürt ihr den dänischen Einfluss und den europäischen Binnenmarkt hier bei unserem Grenzraum?

00:13:24: Wie du schon sagst, Dänemark ist für uns dichter und kürzer nach Kolding wie eine Handion von uns.

00:13:31: Es ist nur weil dann der Bundesgrenze dazwischen ist.

00:13:35: Ist es für uns trotzdem noch regional?

00:13:37: Ihr habt ja selber auch Dänische genassene... Ja

00:13:41: genau!

00:13:41: Wir haben tatsächlich im Vorstand, wir haben eine Teambäuerin die bei uns in Vorstand sitzt.

00:13:46: Im Aufsichtsrat haben wir einen Konvensinnellenbau, der aus Dänemark kommt nach fast zwei Dutzend Genossenschaftsmitgliedern, die bei uns Mitglied sind.

00:13:56: Dies gehört unsere Molkerei und bei den Treffen werden wir, wenn man so mal erreicht nackst, zwei, drei Mal im Jahr wo Landwirte zusammenkommen, wo wir dann auch nicht zum steifen Stichel reden sondern jeder redet so wie er möchte stellt Fragen und die Landwirter reden untereinander und wenn die Ideen irgendwas sagen was die für besondere Fütterungsmethode oder Haltung haben.

00:14:17: das sind alle immer ganz stille und hören sich das ganz genau an Und manchmal hören die Dänien dann auch genau zu, wie die Deutschen denn wirtschaften und melden sich da noch mal dazu sagen.

00:14:28: Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht und das Schöne ist dass in Süd-Dänemark fast alle Deutsch sprechen.

00:14:35: Wir müssen allerdings Hochdeutsch sprechen.

00:14:37: Platt ist für den Dänen doch ein bisschen kursiv.

00:14:40: Aber es ist immer ein besonderer Austausch und deswegen kommen wir auf.

00:14:44: Auch viele dort zusammen, weil dieser Know-how Transfer in der Landwirtschaft ist da und auch die unterschiedlichen Auflagen, die jedes Land hat.

00:14:54: Und die Erfahrungen, die die Ideen dort gemacht haben, die transferieren wir dann auch gerne mal mit nach Deutschland.

00:15:00: Kannst du dir ein Beispiel nennen?

00:15:02: Ja aktuell gibt es einen Futterzusatzstoff.

00:15:06: Da hat die dänische Regierung gesagt das müsst ihr jetzt mit füttern.

00:15:10: Viele Bauern haben gesagt Es ist nicht gut für die Kühe.

00:15:12: Die verhalten sich anders Obwohl die wissenschaftlichen Ergebnisse und die Nahtfolge im Test alle das nicht bewiesen haben, aber die Landwirte sind nicht ganz glücklich über den Zusatzstoff.

00:15:23: Vielleicht auch weil er neu ist und man sich erst dran gewöhnen muss.

00:15:26: Das muss man sehen wie in Deutschland könnten das Mittel sicherlich auch einsetzen.

00:15:33: Aber das machen wir dann halt noch nicht, weil da gucken wir uns was Dänemark so macht wie sich das Ganze entwickelt.

00:15:41: Wir waren mit die erste deutsche Morgerei.

00:15:43: Die dänische Mitglieder hatte in Dänemark im Wesentlichen eine ganz große Morgerei und einige wollen individuell sein Und da sind wir bei uns sicher durch unsere Größe mehr ansprechbar für einige Betriebe.

00:15:58: Und ja, dann ging es zum ersten Mal über die Grenze mit unserem Milchsammler.

00:16:03: Die Däne haben auch genau hingeguckt ob wir alles schreien beiden und da wurden alle Papiere untersucht.

00:16:09: Ob das denn alles zustimmen?

00:16:10: Ja.

00:16:10: Hier noch mal eine Sondermocke und da.

00:16:12: aber letztendlich war das alles in Ordnung und es war für uns auch mega spannend dass wir nach Dänemark von um die Milch zu sammeln.

00:16:20: Das hat funktioniert.

00:16:21: am Anfang war die dänische Presse sehr interessiert daran, dass wir Deutschen darin waren war richtig wasfros, aber die Landwirte wollten es so und wirtschaftlich war das auch.

00:16:32: Und insofern sind wir nach wie vor offen für die dänische Milch.

00:16:35: Die Dänen, das kann man ja sagen, sind schon sehr fortschrittlich im Landwirtschaften über den Weg wirtschaftlichen Dingen.

00:16:41: dann sind sie wirklich gut und man trinkt nur hau hin und her.

00:16:45: Ja,

00:16:45: die Däne sind ja auch gerade bei Themen wie Effizienz einen Schritt voraus?

00:16:50: Wie nimmst du denn sonst die Milchbranche bei den europäischen Nachbarn?

00:16:55: Es gibt in Dänemark ja, als die Struktur komplett anders wie in Deutschland.

00:16:59: In Deutschland haben wir noch hundert Morgereien.

00:17:02: Wir hatten mal vor vormundzwanzig Jahren in Schleswig-Holstein mal zweihundertsiebzig Morgereihen.

00:17:07: In ganz Deutschland hatten wir zu dem Zeitpunkt mal dreitausend Murgereien, beispielsweise sind es in Deutschland nur noch hunderte Morgäreien, die eigenständig sind.

00:17:15: In Schlesweg und Deutschland sind es noch vierzehn.

00:17:17: Wir kommen von zweihundertsechsundfünfzig.

00:17:19: Als ich gelernt habe, gab es zwar nur sechsundfünftigmorgerein Heute sind wir auf vierzehn runter und die Molgereien fursonieren immer mehr zueinander, um auch effizient zu sein.

00:17:30: Und auch manchmal einen großen Handel beim Lebensmittel-Einzelhandel sich durchsetzen zu können.

00:17:36: Wir brauchen diese großen Schlachtschiffe – die große Molgenei.

00:17:40: Das finde ich ganz nichts gegenzusagen!

00:17:43: Aber auch Mittelständler, so wie wir die müssen auf da sein.

00:17:48: Wir sind in manchen Sachen manchmal etwas schneller und wir bieten dann mal Alternativen, die große gar nicht können.

00:17:54: Und das findet zu jeder seinen Weg und ich glaube die deutsche Morgereitwirtschaft ist schon fündig und hat Ideen mit den Produktideen.

00:18:02: wenn man sich die Rekalflächen in den Lebensmittel einzuhändeln, in den Geschäften anguckt Dann wachsen die und wachsen.

00:18:09: Die werden ja immer größer, weil jeder noch eine neue Idee hat was man aus Milch machen kann.

00:18:14: gerade jetzt wenn man sich den Protein Hype anguckt kommt immer wieder etwas Neues und das geht glaube ich in vielen kleinen Morgereien zusammen mit dem großen funktioniert es gut.

00:18:26: also es gibt kein Patentrezept ob Größe allein das Beste ist Ich glaube nicht.

00:18:31: Es muss wohl eine Mischung aus allem geben.

00:18:34: Ist in der Milchwirtschaft in so einer Art europäischen best practice Austausch?

00:18:39: Also was können wir uns von den dänischen Milchwirtschaft aber auch von anderen Nachbarländern vielleicht abschauen.

00:18:47: Ja, da hat sich viel getan in der Vergangenheit.

00:18:49: Es gibt manchmal einen Austauscht schon in Auszubildenden das ist auch Königsübergreifend auch mal nach Dänemark.

00:18:55: oder die Berufsschule in Malente Die sind ausseher, finde ich... Die sind jetzt in Frankreich unterwegs gewesen weil die Franzosen sehr gut im Digitalisieren von Lehrmaterial.

00:19:07: Das ist natürlich alles auch französisch und wenn man übersetzt das jetzt gerade, sodass die Auszubildenden in Deutschland dann auch die Milchproduktionenstandards sind ja fast überall gleich und für den Auszubillenden ist es egal ob es eine französe Maschine oder deutschen Separator ist immer ein separater wie ein Träger in der Welt auch über einen Trägger ist.

00:19:27: Und insofern nutzen wir da franzosisches Wissen und Aufbau Und es gibt Verbände, die sich international immer bewegen.

00:19:37: Ich glaube das ist auch richtig.

00:19:39: Man kann ja nicht davon ausgehen dass man das was man schon immer so gemacht hat, dass das das Ideale ist kommt immer einer der vielleicht sogar schlauer ist oder eine bessere Idee hat da muss man sein Leben lang für offen sein und deswegen ist es wichtig auch mal über den Tellerrand nach Europa oder in die ganze Welt zu kommen.

00:19:57: Absolut!

00:19:58: Das macht ihr ja mit gutem Beispiel voran hier.

00:20:02: Wie viele Genossinnen und Genossen habt ihr eigentlich insgesamt?

00:20:05: Wir haben gut zweihundertvierzig Genossenpartner.

00:20:08: Wir haben eine Milchverarbeitung von knapp vierhundert Millionen Kilogramm Milch, achtzehn Millionen Kilgramm davon sind Biome, die sind einer der größten oder einen größeren Biomorgereien in Deutschland.

00:20:19: Herr Christoph wir haben jetzt über Raun Wind den Handel und unsere schöne Milchregionen hier in Deutschland und in der EU gesprochen.

00:20:28: Wenn unsere Hörerinnen und Hörern das nächste Mal im Supermarkt vor dem Milch- und Joghurtregal stehen, was sollten Sie dann beim Griff ins Regal im Kopf haben?

00:20:37: Eigentlich.

00:20:38: Das, was jeder weiß.

00:20:39: Wenn man regulär kauft, dann stürzt man auf die Region.

00:20:44: Das ist genauso.

00:20:44: wenn man alle Kleidung im Internet bestellt muss man sich irgendwann mal nicht wundern dass in den Städten keine Geschäfte mehr sind bei der Milche es genau so wir sind hier oben im Norden schon sind, dann auch eine norddeutsche Milch zu kaufen.

00:21:01: Es muss ja nicht immer die exklusive Alpenmilch an der Nordsee getogen werden.

00:21:07: Guckt mal ein bisschen drauf.

00:21:08: es gibt so viele Morgereien und da sollte man dann einfach darauf achten dass die Milch nicht zu weit hierher gefahren wird.

00:21:16: oder der Käse oder der Joghurt.

00:21:18: Es gibt genügend regionale Produkte und auch wenn sie dann manchmal einen Cent- oder zwei teurer sind das Geld ist gut angelegt.

00:21:26: Wenn mich jetzt die Mutti's im Kindergarten fragen oder in der Grundschule werden, sag ich denen immer.

00:21:30: Die sollen auf das Label gucken.

00:21:32: es gibt den Stempel und dann sieht man ja SH steht für Schleswig-Holstein zum Beispiel und dann der Code für die jeweilige Molkerei Und so kann man halt gewährleisten dass es regional ist.

00:21:45: Genau wie hatte ich das ewG Gütezeichen.

00:21:47: Dann muss man auch mal hingucken.

00:21:50: Da tut man sich und allen was Gutes, dann geht's dem Tier gut.

00:21:53: Und dann schmeckt die Milch auch schon wieder ein bisschen besser!

00:21:56: Ja lieber Christoph vielen Dank für deine Zeit Die ehrlichen Einblicke in die europäische Milchwirtschaft und dass du heute meinen Gast hier bei mir am Küchentisch warst.

00:22:05: Und an euch da draußen danke fürs Zuhören.

00:22:07: Wenn ihr noch mehr darüber wissen wollt wie Milchproduktionen bei uns aussieht schaut gerne bei der Initiative mich auf der Website oder auf Instagram vorbei wenn euch die Folge gefallen hat abonniert den Podcast Let´s Talk.

00:22:19: Milch Gibt's überall, wo es

00:22:21: Podcasts gibt.

00:22:22: Bis zum nächsten Mal!

00:22:23: Macht's gut und tschüss aus Nordfriesland.

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